Green Care: So sozial ist Landwirtschaft

Der Verein Green Care verbindet Landwirtschaft mit sozialem Engagement und schafft dadurch neue Perspektiven.

Umarmung

Copyright © GC_Ulrich Zinell

Am Bauernhof wohnen, lernen oder arbeiten – das klingt ungewöhnlich, ist in Österreich aber längst Realität. Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe öffnen ihre Tore für soziale Projekte: vom Kindergarten über Therapieangebote bis hin zum Seniorenwohnen. Unter dem Dach des Vereins Green Care entstehen Modelle, die Landwirtschaft, Gesundheit und Pädagogik miteinander verbinden.

Ort der Begegnung

Im Mittelpunkt steht die Idee, Menschen mit besonderen Bedürfnissen in den Alltag am Hof einzubinden. Ob tiergestützte Therapie, betreute Beschäftigung oder Lern- und Freizeitangebote, Green Care möchte durch den Kontakt mit Tieren und Natur positive Impulse für Menschen setzen. Vor rund zwölf Jahren wurde das Konzept nach Österreich gebracht. Um die Arbeit des Vereins langfristig abzusichern, entstand vor zwei Jahren die Unterstützungsinitiative „Wir für Green Care“.

140 zertifizierte Betriebe

Mittlerweile tragen österreichweit knapp 140 Höfe das Green-Care-Zertifikat. Sie zeigen, dass soziale Verantwortung und landwirtschaftliches Arbeiten einander bereichern können. Beim Jahresempfang von „Wir für Green Care“ diese Woche in Wien betonte Obfrau Maria Hötschl, wie wertvoll diese Verbindung für alle Beteiligten sei, sowohl für die Betriebe als auch für die Menschen, die dort Unterstützung finden. Im vergangenen Jahr sammelte die Initiative rund 200.000 Euro. Das Geld stammt aus Charity-Veranstaltungen sowie von privaten und öffentlichen Sponsoren. Für 2026 will der Verein seine Sichtbarkeit erhöhen und weitere Unterstützer gewinnen, damit noch mehr Höfe zu Orten werden, an denen Landwirtschaft und soziales Engagement Hand in Hand gehen.

Weitere Artikel