Kirschen am Baum

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Kirschen und Marillen: Saisonstart für süße Früchtchen in Oberösterreich

Insgesamt werden in Oberösterreich 63 Hektar Kirschen und 70 Hektar Marillen von 30 Betrieben kultiviert. Die Obstbauern erwarten für heuer ein überdurchschnittlich gutes Jahr – sowohl bei Menge als auch Qualität.

Die Schartner Kirschen sind seit Mitte Juni ab Hof erhältlich und auch die Marillenernte beginnt demnächst. Von Spätfrostereignissen sind die Obstbauern heuer weitgehend verschont geblieben. „Zur Blüte war das Wetter optimal. Und obwohl es dann sehr trocken war, sieht es jetzt bei beiden Kulturen ganz gut aus. Wir erwarten für heuer ein überdurchschnittliches Jahr sowohl bei Menge als auch Qualität“, so Horst Humber vom Firlingerhof in Scharten. 

Scharten: Obstgarten Oberösterreich

Alte Sorten wurden in Scharten schon vor mehr als 100 Jah­ren gepflanzt. Die mächtigen alten Kirschbäume werden aber nach und nach weniger. „Wir setzen Maßnahmen, um die alten Bäume zu erhalten und junge Streuobst-Kirschbäume mit Lokalsorten zu pflanzen“, so Rainer Silber, Geschäftsführer vom Naturpark Obst-Hügelland.

Die Region gilt als die Kirschenhochburg Österreichs – die Anbaufläche mit Spindelbusch-Bäumen beträgt mittlerweile circa 50 Hektar. Ein Dutzend Schartner Bauern vermarktet die süßen Früchte ab Hof. Knapp die Hälfte wird direkt verkauft, einzelne Betriebe bieten auch Selbsternte an. „In den regionalen Hofläden und an den Verkaufsständen gilt das Prinzip: Morgens gepflückt, mittags auf dem Tisch. Nur durch diese extrem kurzen Wege bleibt die Knackigkeit der Kirschen und die samtige, saftige Perfektion der Marillen erhalten. Wer regional bei den Obstbauern kauft, entscheidet sich bewusst für den echten, ungeschminkten Geschmack der Region“, betont LK-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl.

Der Ab-Hof-Preis pro Kilo liegt heuer bei circa 9,5 Euro für Kirschen bzw. um die 6 Euro für Marillen.

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