Käferholz-Aufarbeitung

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Industrieholzmarkt äußerst lebhaft

Während die Nachfrage nach Nadelsägerundholz sehr verhalten ist, werden laut Landwirtschaftskammer Sägespäne und Industriehackgut gut nachgefragt. Gleichzeitig werden Lagerstände für die Heizsaison aufgebaut.

Jüngste Entwicklungen um die wichtigsten Transportrouten für Erdöl dürften den zaghaften Wirtschaftsaufschwung wieder dämpfen. Die Bauwirtschaft befindet sich im siebenten Jahr einer Rezession – eine Besserung ist derzeit nicht ersichtlich.

Wenig Dynamik beim Nadelsägerundholz

„Der schwachen Baukonjunktur folgend, ist die aktuelle Nachfrage nach Nadelsägerundholz sehr verhalten und orientiert sich auch an der unterschiedlichen Rundholzbevorratung in Abhängigkeit des Sägestandortes. Bei ausreichend vorhandenen Ernte- und Transportkapazitäten können, bei zurückhaltender Normalnutzung, die in den letzten Wochen verstärkt anfallenden Käferholzmengen noch problemlos vermarktet und abtransportiert werden“, weiß man bei der Landwirtschaftskammer Österreich (LK). Bei insgesamt stabiler Preissituation seien „regionale Preisspitzen gekappt“ worden. Die Pelletsproduktion habe sich für einige Sägewerke zu einem wichtigen Standbein entwickelt.

Im Bundesmittel ergibt sich aus den Zahlen des aktuellen LK-Holzmarktberichts für September (Geschäftsfälle August bis Anfang September) für das Blochholz-Leitsortiment Fichte/Tanne (Kl. A, B, C, 2b) ein Preis von 122,13 Euro je Festmeter (FMO, netto, frei Straße). Das ist um 13 Cent weniger als im Vormonat. Im Schnitt wird in Tirol am meisten bezahlt: 125 Euro je Festmeter (Preisspanne: 122 bis 128 Euro). Am niedrigsten ist der durchschnittliche Preis in Vorarlberg mit 118,5 Euro je Festmeter (Preisspanne: 115 bis 122 Euro).

Der Preis für Lärche (Kl. A, B, C, 3a+) liegt im Österreichmittel bei 155,07 Euro (+1,07 Euro) je Festmeter. Deutlich unter diesem Wert liegt man in Oberösterreich, dort werden im Schnitt nur 125 Euro je Festmeter gezahlt.

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Industriehackgut und Späne rege nachgefragt

Der Industrieholzmarkt wird als derzeit äußerst lebhaft beschrieben. „Aufgrund des deutlich reduzierten Einschnittes der Sägeindustrie werden Sägespäne und Industriehackgut rege nachgefragt und haben sich stark verteuert. Die Papier- und Zellstoffindustrie ist bemüht, ausbleibende Mengen durch Industrierundholz auszugleichen. Bei zumeist niedrigen Lagerständen ist daher auch hier die Nachfrage sehr groß. Bereitgestellte Sortimente werden rasch abtransportiert und ohne Verzögerung übernommen. Die Preise sind stabil“, so die LK in ihrer Aussendung. Im Bundesschnitt liegt der Preis für Faserholz Fichte/Tanne (FMO, netto, frei Straße) bei 45,15 Euro je Festmeter (-3 Cent gegenüber Vormonat). Kiefer ist um 43 Cent auf 52,02 Euro gestiegen.

Lagerbestände werden aufgebaut

Am Energieholzmarkt steht der Aufbau der Lagerstände für die Heizsaison im Fokus. Die Nachfrage wird als entsprechend groß beschrieben. Vorhandene Mengen an Waldhackgut sollen auch außerhalb entsprechender Langfristverträge übernommen werden. „Die Preise sind stabil. Der Jahreszeit geschuldet wird qualitativ hochwertiges Scheitholz, bei ebenfalls stabilen Preisen, verstärkt nachgefragt", so die LK.

Für Energieholz (lang, AMM, netto, frei Straße) werden im Schnitt unverändert 84,9 Euro pro Tonne bezahlt, für Brennholz weich (netto, frei Straße) sind es unverändert 82,94 Euro je Raummeter, für Brennholz hart unverändert 113,56 Euro je Raummeter.

Borkenkäferschäden nehmen zu

Aufgrund der Hitze und dem extremen Niederschlagsdefizit über das gesamte Jahr hinweg treten nun vermehrt Borkenkäferschäden auf. Nicht nur durch den Buchdrucker, sondern auch durch den Kupferstecher, der geringere Dimensionen bzw. den Kronenbereich befällt. Aber auch der Tannenborkenkäfer ist laut LK aktiv. Die Bestände sollten daher regelmäßig kontrolliert und befallene Bäume ehestmöglich aus dem Wald transportiert werden. „Generell sollte vor geplanten Erntemaßnahmen ein Schlussbrief samt Preis-, Mengen- und Lieferprofil mit dem Abnehmer schriftlich vereinbart werden, um die Planungssicherheit für alle Beteiligten zu erhöhen“, empfehlen die Experten der LK.

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